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23. Schweriner Fünf-Seen-Lauf am 7. Juli 2007

 

Liebe Lauffreunde,

 

Läufe sind eben, wenn man einmal von Hallenwettbewerben absieht, Freilichtveranstaltungen mit all den Unwägbarkeiten,

die das Wetter mit sich bringen kann. Am Startmorgen blickten Organisatoren und Teilnehmer skeptisch gen

grauen Himmel, was der denn wohl an Nass zu bieten habe, um es auf den Laufstrecken auszuschütten. Aber

wieder einmal kam es so, wie wir es uns wünschen: während des Laufs ein wenig sommerliche Kühle, in einigen

Streckenbereichen auch etwas Regen und ab Mittag, als für die meisten der Lauf gelaufen war, pure Sonne, die

sogar die Kraft hatte, die Wiesen des Zielgeländes für das ersehnte Ausruhen schnell zu trocknen. Entsprechend

ruhig ging es in den Zelten der medizinischen Betreuung zu. Der leitende Arzt Dr. Allrich, Ärzte und Sanitäter in den

Rettungswagen auf der Strecke, die Saniposten der Jugendfeuerwehr konnten angesichts dieses Wetters und

sorgfältiger Vorbereitung entspannt das Laufgeschehen verfolgen. Die von der Helios-Klinik spendierten medizinischen

Materialien blieben weitgehend in ihren Verpackungen.

Das alles trug zur guten Stimmung bei, die sich bereits am Vortag beim Abholen der Meldeunterlagen bei Blasmusik

im Festzelt ankündigte, sich am Start optisch und akustisch fortsetzte und beim abendlichen Sportlerball wiederum

im Festzelt ihren Höhepunkt erlebte.

Zügig und komplikationslos wurden die Ergebnisse von den HAPAK-Mannen um Vereinsvorsitzenden Georg Köllner

erfasst und ausgewertet. Org.-Büro Vorsitzender Dietmar Büch und seine Mitstreiter konnten, abgesehen von kleineren

immer neu auftauchenden Sandkörnern im Getriebe (etwa die langen Schlangen beim Erbseneintopf), vollauf

zufrieden sein mit dem Geschehen, das sie das Jahr über vorbereitet hatten.

Ein Missverständnis aber gab es doch, wie wir in einem Brief erfuhren. Nein, wir sind nicht xenophob, wie uns zwei

Teilnehmer vorwarfen, als wir einen japanischen Lauffreund begrüßten. Das haben wir mit ausländischen Teilnehmern

eigentlich immer getan, wenn sie bei einem der Läufe dabei waren. Betonen wollten wir dabei allerdings auch

– und das wahrscheinlich angesichts des Zeitdrucks am Start in zu sehr verkürzter Form –, dass unser Ehrgeiz

nicht darin bestehe, mit ausländischen Teilnehmern unser Image aufzuputzen. Das hatten die beiden Lauffreunde

anders verstanden und uns Xenophobie (Ausländerfeindlichkeit) vorgeworfen. Also hier die unmißverständliche

Klarstellung: wir machen einen Lauf für Läuferinnen und Läufer, egal welcher Nationalität. Wir würden es so gar

sehr begrüßen, wenn wir Schweriner Migranten gewinnen könnten, dabei zu sein, wenn wir unser Lauffest feiern.

Unsere Bemühungen gehen in diese Richtung. Wir freuen uns über jeden ausländischen Gast, aber wir haben keinen

Ehrgeiz, nationale oder internationale Stars nach Schwerin zu holen. Wir winken schon gar nicht mit Startgeldern

und Preisgeldern, die alle Teilnehmer mit ihren Startgebühren bezahlen müssen.

Seit dem Fünf-Seen-Lauf im vergangenen Jahr hat sich im Startbereich und auf dem ersten Kilometer einiges

getan. Zum ersten Mal seit vielen Jahren zeigte sich die strahlende Schlossfassade ohne störende Gerüste. Zum

150. Geburtstag des Schlossumbaus im Mai waren sie gefallen. Auch der Schlossgarten präsentierte seine

Schönheit nach umfangreicher Sanierung. Fortgeschritten sind die Ausbaggerungen zur Erweiterung des Burgsees.

Provisorisch mussten wir wieder wie im Vorjahr das Baugeschehen über die Freilichtbühne umlaufen, und

das wird auch im kommenden Jahr noch so oder ähnlich sein. Aber schließlich kündigt sich dadurch die Schweriner

BUGA im Jahr 2009 an und damit auch das Jubiläum, das der Fünf-Seen-Lauf dann mit seiner 25. Auflage

begehen wird.

Jubiläen feierten in diesem Jahr unsere beiden Partner bei der Cupwertung. Der Celler Wasa-Lauf feierte als größter

Lauf Niedersachsens seine 25. Wiederkehr, der Wernigeröder Harzgebirgslauf als Nr. 1 in Sachsen-Anhalt wird in

diesem Oktober zum 30. Mal gestartet. Wir gratulieren den Teams um Holger Pieper und um Rainer Roos in den

beiden schönen Fachwerkstädten. Macht weiter so! Schließlich kommt das auch unserem gemeinsamen Cup

„City, Seen und Berge“, der die führenden Läufe der drei norddeutschen Bundesländer vereint. Erfreulich ist das

gestiegene Interesse, das sich bisher gegenüber dem Vorjahr verdreifacht hat.

Am 1. Januar 2008 werden wir das Meldebüro eröffnen. Sicherlich wird ein ähnlicher Ansturm auf die Startnummern

vor allem für die 10 km und die 15 km einsetzen. Diejenigen aber, die nach dem Ausverkauf der zwingend limitierten

Strecken leer ausgehen, müssen die Hoffnung auf eine Teilnahme nicht aufgeben: Alle hartnäckigen Lauffreunde,

die ohne eine Meldebestätigung am Freitag in das Festzelt kamen, konnten noch eine Startnummer ergattern, weil

es genügend faire Teilnehmer gab, die ihre Meldung aus welchen dringenden Gründen auch immer zurückziehen

mussten. Ihnen sagen wir im Interesse aller ein großes Dankeschön.

Trainiert schon langsam und ganz sacht

zum 5. Juli im Jahr acht